In der Universitätsgalerie der Angewandten im Heiligenkreuzerhof ist derzeit die Ausstellung „discrepancies with W.W. (in company)“ der bildenden Künstlerin Leonor Antunes zu sehen, in der sie sich mit Materialien und der Geschichte des (Wiener) Kunsthandwerks auseinandersetzt. Kuratiert wurde sie von Julienne Lorz. Gestern konnte ich an der Führung mit Julienne Lorz und Heike Eipeldauer, Kuratorin am mumok, teilnehmen. Im Dialog der beiden wurde klar, dass sich diese Ausstellung nicht nur über einzelne Werke beschreiben lässt, sie funktioniert vor allem über Beziehungen zwischen Objekten, Materialien, historischen Referenzen und dem Raum selbst.
Leonor Antunes: Japanische Tatamimatten mit einer Auswahl an Werken aus der Sammlung der Angewandten. Foto: www.fridaysatthemuseum.at
Über die Künstlerin
Leonor Antunes, geboren 1972 in Lissabon, lebt und arbeitet in Berlin. In ihrer künstlerischen Praxis beschäftigt sie sich mit Architektur, Designgeschichte, Handwerk und den oft übersehenen Spuren von Künstlerinnen und Designerinnen der Moderne. Ihre Skulpturen und Installationen entstehen häufig in enger Auseinandersetzung mit konkreten Orten: mit deren Architektur, Geschichte und Atmosphäre.
Eine Ausstellung, die im Raum entsteht
In der Ausstellung in Wien treten ihre eigenen Werke in einen Dialog mit Arbeiten von Designerinnen der Wiener Werkstätte und der ehemaligen k. k. Kunstgewerbeschule. Ihre eigenen Materialien – darunter Glasperlen, Seile, Holz und Stahl – nehmen Bezug auf handwerkliche Techniken und Materialwelten, die auch in den ausgewählten Objekten (Fotografien, Druckerplatten, Stoffmuster, Vasen, Schalen etc.) aus Kunstsammlung und Archiv der Angewandten sichtbar werden. Arbeiten von Künstlerinnen und Designerinnen wie Gudrun Baudisch, Friedl Dicker-Brandeis, Mathilde Flögl, Felice Rix-Ueno, Margarete Schütte-Lihotzky oder Vally Wieselthier werden durch die Platzierung von Antunes quasi neu lesbar.
Ansichten Leonor Antunes in der Universitätsgalerie der Angewandten im Heiligenkreuzerhof. Foto: www.fridaysatthemuseum.at
Besonders beeindruckend in den Räumlichkeiten des Heiligenkreuzer Hofes ist das große Display-Element aus Holz, das Antunes entwickelt hat, da die Räume unter Denkmalschutz stehen und ihre übliche Art des Einbindens ihrer Werke in den Raum nicht möglich war. Das Display funktioniert nicht als typisches „Präsentationsmöbel“, sondern ist selbst Teil der künstlerischen Arbeit, eine eigene Skulptur inspiriert von Charlotte Perriand, Sophie Taeuber-Arp und Felice Rix-Ueno. Auf den niedrigen, mattenartigen Flächen liegen historische Objekte, Stoffmuster und Archivmaterialien. Die aufragenden Holzstäbe und Metallhalterungen für ihre „Perlenschnüre“ bilden dazu eine zweite Ebene im Raum. So entsteht kein klassischer Ausstellungssockel und keine Vitrine, sondern ein räumliches Gefüge, das die gezeigten Objekte miteinander verbindet. (Leider hab ich beim Fotografieren der großen Displays versagt, aber am Insta von Julienne Lorz gibt es einige Fotos zum Ansehen und ich habe auch ein sehr aussagekräftiges Foto bei Vanessa Joan Müller gefunden –> hier ansehen).
Ansichten Leonor Antunes in der Universitätsgalerie der Angewandten im Heiligenkreuzerhof. Foto: www.fridaysatthemuseum.at
Ansichten Leonor Antunes in der Universitätsgalerie der Angewandten im Heiligenkreuzerhof. Foto: www.fridaysatthemuseum.at
Leonor Antunes zeigt, wie Geschichte durch Material, Form und Anordnung neu erfahrbar werden kann.
Leonor Antunes discrepancies with W.W. (in company) Kuratiert von Julienne Lorz
26. März – 4. Juli 2026 Info zu Führungen auf der Website: Universitätsgalerie der Angewandten, Refektorium Heiligenkreuzerhof, Stiege 8, 1. Stock, 1010 Wien Zugang über Schönlaterngasse 5 / Grashofgasse 3, 1010 Wien
Öffnungszeiten: Mittwoch–Samstag, 14.00–18.00 An Feiertagen geschlossen. Eintritt frei.
In der Universitätsgalerie der Angewandten im Heiligenkreuzerhof ist derzeit die Ausstellung „discrepancies with W.W. (in company)“ der bildenden Künstlerin Leonor Antunes zu sehen, in der sie sich mit Materialien und der Geschichte des (Wiener) Kunsthandwerks auseinandersetzt. Kuratiert wurde sie von Julienne Lorz. Gestern konnte ich an der Führung mit Julienne Lorz und Heike Eipeldauer, Kuratorin am mumok, teilnehmen. Im Dialog der beiden wurde klar, dass sich diese Ausstellung nicht nur über einzelne Werke beschreiben lässt, sie funktioniert vor allem über Beziehungen zwischen Objekten, Materialien, historischen Referenzen und dem Raum selbst.
Leonor Antunes: Japanische Tatamimatten mit einer Auswahl an Werken aus der Sammlung der Angewandten. Foto: www.fridaysatthemuseum.at
Über die Künstlerin
Leonor Antunes, geboren 1972 in Lissabon, lebt und arbeitet in Berlin. In ihrer künstlerischen Praxis beschäftigt sie sich mit Architektur, Designgeschichte, Handwerk und den oft übersehenen Spuren von Künstlerinnen und Designerinnen der Moderne. Ihre Skulpturen und Installationen entstehen häufig in enger Auseinandersetzung mit konkreten Orten: mit deren Architektur, Geschichte und Atmosphäre.
Eine Ausstellung, die im Raum entsteht
In der Ausstellung in Wien treten ihre eigenen Werke in einen Dialog mit Arbeiten von Designerinnen der Wiener Werkstätte und der ehemaligen k. k. Kunstgewerbeschule. Ihre eigenen Materialien – darunter Glasperlen, Seile, Holz und Stahl – nehmen Bezug auf handwerkliche Techniken und Materialwelten, die auch in den ausgewählten Objekten (Fotografien, Druckerplatten, Stoffmuster, Vasen, Schalen etc.) aus Kunstsammlung und Archiv der Angewandten sichtbar werden. Arbeiten von Künstlerinnen und Designerinnen wie Gudrun Baudisch, Friedl Dicker-Brandeis, Mathilde Flögl, Felice Rix-Ueno, Margarete Schütte-Lihotzky oder Vally Wieselthier werden durch die Platzierung von Antunes quasi neu lesbar.
Ansichten Leonor Antunes in der Universitätsgalerie der Angewandten im Heiligenkreuzerhof. Foto: www.fridaysatthemuseum.at
Besonders beeindruckend in den Räumlichkeiten des Heiligenkreuzer Hofes ist das große Display-Element aus Holz, das Antunes entwickelt hat, da die Räume unter Denkmalschutz stehen und ihre übliche Art des Einbindens ihrer Werke in den Raum nicht möglich war.
Das Display funktioniert nicht als typisches „Präsentationsmöbel“, sondern ist selbst Teil der künstlerischen Arbeit, eine eigene Skulptur inspiriert von Charlotte Perriand, Sophie Taeuber-Arp und Felice Rix-Ueno. Auf den niedrigen, mattenartigen Flächen liegen historische Objekte, Stoffmuster und Archivmaterialien. Die aufragenden Holzstäbe und Metallhalterungen für ihre „Perlenschnüre“ bilden dazu eine zweite Ebene im Raum. So entsteht kein klassischer Ausstellungssockel und keine Vitrine, sondern ein räumliches Gefüge, das die gezeigten Objekte miteinander verbindet. (Leider hab ich beim Fotografieren der großen Displays versagt, aber am Insta von Julienne Lorz gibt es einige Fotos zum Ansehen und ich habe auch ein sehr aussagekräftiges Foto bei Vanessa Joan Müller gefunden –> hier ansehen).
Ansichten Leonor Antunes in der Universitätsgalerie der Angewandten im Heiligenkreuzerhof. Foto: www.fridaysatthemuseum.at
Ansichten Leonor Antunes in der Universitätsgalerie der Angewandten im Heiligenkreuzerhof. Foto: www.fridaysatthemuseum.at
Leonor Antunes zeigt, wie Geschichte durch Material, Form und Anordnung neu erfahrbar werden kann.
discrepancies with W.W. (in company)
Kuratiert von Julienne Lorz
26. März – 4. Juli 2026
Info zu Führungen auf der Website:
Universitätsgalerie der Angewandten, Refektorium
Heiligenkreuzerhof, Stiege 8, 1. Stock, 1010 Wien
Zugang über Schönlaterngasse 5 / Grashofgasse 3, 1010 Wien
Öffnungszeiten: Mittwoch–Samstag, 14.00–18.00
An Feiertagen geschlossen. Eintritt frei.
Ort: Heiligenkreuzerhof, Zugang über Schönlaterngasse 5 / Grashofgasse 3, 1010 Wien
Mehr Infos & Öffnungszeiten: https://universitaetsgalerie.dieangewandte.at/events/discrepancies-with-w.w-in-company/