Parallel Vienna 2020

What a year! Und trotzdem findet die Parallel Vienna statt. Und zwar in den ehemaligen WKO Räumlichkeiten am Rudolf-Sallinger-Platz 1 gleich ums Eck vom Interconti bzw. Stadtpark. Die Parallel ist und bleibt der coolste Kunstevent des Jahres in Wien. Ich mag die Abwechslung, den jungen und frischen Zugang zu Kunst, das Verspielte und Abgefuckte. Das sich nicht so ernst nehmen, aber trotzdem tolle Kunst zeigen. Nicht gspritzt, aber trotzdem auf hohem Niveau.

Fokus: Österreich

Dieses Jahr ist der Fokus natürlich noch schärfer auf österreichische, junge Kunst eingestellt. Und das macht richtig Freude. So sind neben der Akademie und Angewandten auch weitere Institutionen mit Project Statements vor Ort. Viele junge Künstlerinnen haben via „Artist Statements“ wieder die Möglichkeit bekommen, eigene Ausstellungsräume zu gestalten. Und natürlich sind auch die wichtigsten Galerien der Stadt vertreten. Da ich nicht alles aufzählen kann und will, was es vor Ort zu sehen gibt, notiere ich nur einige meiner Highlights. Mehr gibt’s auf Instagram und noch mehr (7 Stöcke!!!) in der Location.

Meine persönlichen Highlights der Parallel Vienna 2020

Emanuel Gollob is „Doing nothing with AI“, aber für „nothing“ sieht das Ergebnis ganz gut aus! Das dazupassende Video der robotic Installation (es bewegt sich!) findet ihr auf meinem Instagram-Account!

Emanuel Gollob, Doing nothing with AI, Parallel 2020

Wahnsinnig eindrucksvoll ist die Skulptur von Rosmarie Lukasser: „Bin im Netz“ nennt sich die Serie und besteht aus lebensgroßen Figuren aus Gips und Draht. Die Reihe befasst sich mit dem Menschen als Teil der digitalisierten Welt. Je nach Generation werden unterschiedliche Devices in den Skulpturen „verbaut“.

Alfredo Barsuglia ist gut vertreten bei der Parallel: seine Installation „Das Wunder“ steht direkt vor der Tür und einen eigenen Raum in dem der artist „always present“ is, zeigt, wie Interaktion in Zeiten von Corona aussehen kann ;-).

Alfredo Barsuglia, Wunder, Vorplatz Parallel 2020

Nana Mandls Arbeiten mag ich sehr – so auch ihr Artist Statement bei der Parallel.

Nana Mandl, Artist Statement auf der Parallel 2020

Die Werke von Kata Tranker sind mit dem Kunstverein Eisenstadt „angereist“. Man findet ihre kleinen Skulpturen gleich rechts im Erdgeschoß – nicht vorbeigehen!

Ob beim Rundgang oder der Parallel: die Klasse für Fotografie von Martin Guttmann (Akademie der bildenden Künste) versteht es, Werke in Szene zu setzen.

Martin Guttmann Klasse für Fotografie auf der Parallel 2020

Die Angewandte ist – wie auch die Akademie – öfter vertreten. Besonders angetan hat es mir der Projektraum der Diplomandinnen von Judith Eisler, kuratiert von Cornelia Lein. Sehr viel Liebe für die Arbeit von Amelie Schlögelhofer (ich sage nur: Rollerskate Queen!).

Amelie Schlögelhofer, Parallel 2020

Schon als ich die Arbeiten von Katharina Kleibel bei einem Gallery-Walk durch die Brotfabrik zum ersten Mal gesehen hab war ich fasziniert von der Intensität der Farben, der Dringlichkeit die Werke ausstrahlen. Lest unbedingt mehr darüber auf der Atelier10-Website!

Katharina Kleibel, Atelier 10, Parallel Vienna

Nadine Hirschauer hat den Raum, der ihr für das Artist Statement (Diplomand_innen der Abteilung Ortsbezogene Kunst)zur Verfügung stand, definitiv ausgefüllt. Nämlich mit ihrer Arbeit „Astronaut“:

Nadine Hirschauer, Astronaut, Parallel 2020

Heuer wichtig: Die Corona-Präventionsmaßnahmen sind gut umgesetzt: es gibt eine vorgegebene Route durch das Treppenhaus. Maskenpflicht eh kloar, Registrierung über einen QR-Code an der Tür für’s Contact Tracing und Time-Slots für Besucherinnen.

Timeslot für einen Besuch reservieren und noch mehr Infos zur Parallel: zur Website

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